Praxis für Gerichtspsychologie Prof. H. Dettenborn
Praxis für GerichtspsychologieProf. H. Dettenborn

Familienrechtsgutachten

Psychologische Sachverständigengutachten im Familiengerichtsverfahren werden von mir im Auftrag von Familiengerichten zu folgenden Problemlagen erstellt:
 

  • die elterliche Sorge nach Trennung und Scheidung
  • den Aufenthalt von Kindern nach Trennung und Scheidung
  • den Umgang von Kindern mit wichtigen Bezugspersonen
  • die Erziehungskompetenz von Eltern
  • mögliche Gefährdung des Kindeswohls und Sorgerechtsentzug
  • die Frage nach Herausnahme oder Verbleiben eines Kindes aus bzw. in einer Familie
  • die Adoption Minderjähriger


Aus der juristischen Fragestellung werden spezifische psychologische Fragestellungen entwickelt und beantwortet. Dies ist die Grundlage, um zu der vom Gerichtgestellten Beweislage Stellung zu nehmen.
Die Begutachtung erfolgt unter Einsatz eines lösungsorientierten und konfliktmindernden Konzepts durch ein intervendierend-diagnostisches Vorgehen bei gleichzeitiger klarer Grenzziehung zu Therapie, Beratung und Mediation. Das Hinwirken auf Einvernehmen ist vorrangiges Ziel der Begutachtung, insofern ein entsprechender Gerichtsbeschluss vorliegt, d. h. ein erweiterter Auftrag gemäß § 163 Absatz 2 FamG zum Hinwirken auf Einvernehmen.
Sind einvernehmliche Lösungen zum Wohl des Kindes möglich, werden sie gefördert. Dies kann die Belastungen des Kindes mindern und die Handlungskompetenzen der Bezugspersonen erweitern. Differenzierte Diagnostik ist dabei eine notwendige Voraussetzung auch für die Genauigkeit der gutachtlichen Empfehlung.
 
Transparenz und Offenlegung des gutachterlichen Vorgehens gegenüber den beteiligten Eltern und Kindern sowie dem Gericht sind somit ein wesentliches Qualitätsmerkmal.
 
Für besondere Problemkonstellationen wird die erforderliche spezifische Fachkompetenz eingebracht, wenn z.B. der Verdacht auf sexuellen Missbrauch eine Rolle spielt und die Glaubhaftigkeit von Aussagen zu beurteilen ist. Erfolgt dies vom gleichen Gutachter, werden dem Kind zusätzliche Belastungen erspart.

Literatur:

Balloff, R. (2010). Einvernehmenorientiertes Vorgehen in der Sachverständigentätigkeit nach dem FamFG.
Familie, Partnerschaft, Recht, 16, 38-43.
 
Dettenborn, H. & Walter, E. (2002). Familienrechtspsychologie.
München: Reinhardt.

Dettenborn, H. (2010). Kindeswohl und Kindeswille.
München: Reinhardt.

Salzgeber, J. (2011). Familienpsychologische Gutachten. Rechtliche Vorgaben und sachverständiges Vorgehen.
München: Beck.

Westhoff, K., Terlinden-Arzt, P. & Klüber, A. (2000). Entscheidungsorientierte psychologische Gutachten für das Familiengericht.
Berlin: Springer

Kontakt

Prof. Dr. Harry Dettenborn
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Mauerstraße 77
10117 Berlin

Telefon: (030) 47 47 20 00
Telefax: (030) 47 47 20 10
E-Mail:

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